Warum Hagel am Wohnwagen so teuer ist
Die Aluhaut eines Wohnwagens ist nur 0,6 bis 0,8 Millimeter stark und liegt auf einem Sandwich aus Schaum oder Holz. Jedes Hagelkorn hinterlässt eine Delle, die sich nicht wie beim Pkw von hinten ausdrücken lässt. Dach, Wetterseite und Front sind meist am stärksten betroffen.
Unreparierte Hagelschäden mindern den Wiederverkaufswert um mehrere tausend Euro und können an Kanten und Dichtungen zu Undichtigkeiten führen. Deshalb lohnt sich die fachgerechte Reparatur fast immer, zumal die Teilkasko in der Regel zahlt.
So läuft die Hagelschaden-Reparatur ab
1. Schaden melden und dokumentieren
Melden Sie den Schaden zeitnah Ihrer Versicherung. Wir fotografieren und dokumentieren alle betroffenen Flächen so, wie es Gutachter und Versicherer erwarten.
2. Gutachten und Freigabe
Der Gutachter der Versicherung beziffert den Schaden. Wir stimmen den Reparaturweg mit ihm ab: Ausbeulen und lackieren, Seitenwand-Segment ersetzen oder Dachhaut erneuern.
3. Fachgerechte Instandsetzung
Wir arbeiten ohne Aufdopplung mit einer zweiten Aluhaut, weil sie Feuchtigkeit einschließt und beim Verkauf auffällt. Anbauteile werden demontiert, Flächen gerichtet, gespachtelt, grundiert und lackiert. Anschließend wird alles neu abgedichtet.
4. Abrechnung mit der Versicherung
Auf Wunsch rechnen wir direkt mit der Teilkasko ab. Sie zahlen nur Ihre Selbstbeteiligung. Achten Sie in Ihrem Vertrag auf Höchstentschädigungsgrenzen, wir beraten Sie dazu.
Fiktive Abrechnung? Besser nicht.
Manche Versicherer zahlen den Gutachterbetrag auch ohne Reparatur aus. Der Schaden bleibt dann in der Fahrzeughistorie und im Wohnwagen. Beim Verkauf oder bei einem späteren Schaden fällt das auf. Eine fachgerechte Reparatur erhält den Wert und die Dichtigkeit.
