Drei Außenhäute, drei Vorgehensweisen
Glattes Aluminium
Seit etwa 2010 bei den meisten Herstellern Standard. Die Außenhaut ist nur 0,6 bis 0,8 Millimeter stark und ab Werk mit rund 35 bis 40 Mikrometern Lack beschichtet, ein Drittel eines Pkw-Lacks. Beim Anschleifen darf man nicht durch den Werkslack, sonst entstehen Haftungsprobleme auf dem blanken Aluminium. Dellen zeichnen sich auf Glattblech sofort ab, deshalb muss vor der Lackierung sauber gerichtet und gespachtelt werden.
Hammerschlag-Aluminium
Die genoppte Oberfläche älterer Wohnwagen verzeiht kleine Unebenheiten, ist aber schwerer zu lackieren: In den Vertiefungen sammelt sich Schmutz und alter Lack, die Fläche braucht mehr Füller, und Spachtelstellen müssen die Struktur nachahmen, damit sie nicht auffallen.
GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff)
Verbreitet bei Wohnmobil-Aufbauten, Bugmasken, Heckschürzen und hagelfesten Dächern. GFK rostet nicht, bekommt aber Haarrisse und kreidet stark aus. Es braucht spezielle Haftvermittler und einen elastischeren Lackaufbau. Risse werden vor dem Lackieren laminiert, nicht einfach zugespachtelt.
Warum Anbauteile ab müssen
Egal welcher Aufbau: Fenster, Klappen, Leuchten und Kederleisten sitzen auf Dichtmasse, die beim Lackieren nicht überlackiert werden darf. Wir bauen ab, lackieren bis unter die Kante und montieren mit neuer Dichtmasse. Das ist der Unterschied zwischen einem Wohnwagen, der nach der Lackierung dicht bleibt, und einem, der nach zwei Wintern Wasser im Aufbau hat.
Woran Sie einen Fachbetrieb erkennen
- Er fragt nach Baujahr und Aufbau, bevor er einen Preis nennt.
- Er demontiert Anbauteile statt abzukleben.
- Er verwendet auf Aluminium und GFK unterschiedliche Grundierungen.
- Er kennt Hersteller wie Hobby, Fendt, Knaus, Tabbert, Dethleffs, Bürstner oder Adria und deren typische Schwachstellen.
- Er gibt Gewährleistung auf die Lackierung.
Unsere Werkstatt in Gevelsberg ist auf genau diese Arbeiten spezialisiert. Mehr zu Ablauf und Leistungen: Wohnwagen-Lackierung und Wohnmobil-Lackierung.
